Suche

#033: Mein Weg zu Gott

Heute ist mein 33. Geburtstag.

Ein Tag der Freude, des Innehaltens – und der Rückschau:

Ich erinnere mich an meinen 29. Geburtstag, vor genau vier Jahren, den ich in einer Klinik auf einer psychotherapeutischen Station verbrachte.

An diesem Tag wollte mich meine Familie besuchen und auch eine Freundin hatte sich angekündigt – doch kurzfristig sagte ich allen ab. Ich fühlte mich nicht in der Lage, Besuch zu empfangen.

An der Rezeption der Klinik gab meine damals beste Freundin Luftballons und Geschenke für mich ab. Die Rezeptionshalle sah aus, als sei eine Konfettikanone geplatzt.

Umzingelt von den Helium-Luftballons machte ich mich auf den Rückweg in mein Zimmer und arrangierte die bunten Bälle um mein Krankenbett herum.

Es war irgendwie absurd.

Außen hui, innen pfui.

Ich fühlte mich miserabel.

In diesem Sommer befand ich mich an einem absoluten Tiefpunkt in meinem Leben.

Geplagt von massiven Angstzuständen, depressiven Schüben und einer alles überlagernden Erschöpfung, gepaart mit permanenter Ruhelosigkeit, wusste ich (mal wieder) nicht, wie es für mich weitergehen sollte.

Das spirituelle Fass ohne Boden

Ich kam geradewegs aus einem zweijährigen Aufenthalt in einem Yoga-Ashram – doch statt dort innere Ruhe und Frieden gefunden zu haben, hatten mich an diesem Ort chronischer Stress, Machtspiele, scheinheilige Ego-Touren und toxische Beziehungen überwältigt.

Ja, genau, im Yoga-Ashram.

Ich wusste nicht mehr weiter.

Alles, was ich bereits ausprobiert hatte, „funktionierte“ nicht.

Ich war bereits jahrelang in Therapie gewesen, meditierte regelmäßig, nahm Nahrungsergänzungsmittel, hatte verschiedene Ernährungskuren ausprobiert, las unzählige Bücher über Selbstheilung, beschäftigte mich mit Traumatherapie, besuchte einen schamanischen Heiler und den besten Osteopathen der Region, arbeitete mit Heilsteinen und Düften, praktizierte somatische Übungen, EFT, Yoga, vertiefte mich ins Human Design, machte eine Ausbildung zur energetischen Heilerin, … und und und. Ich könnte diese Liste unendlich fortführen.

Immer wieder, wenn ich einen neuen Ansatz kennenlernte, flammte die Hoffnung auf, dass sich das Leid, das sich ständig in meinem Leben wiederholte, nun endlich auflösen würde.

Doch obwohl ich nicht auf den Kopf gefallen war und in vielen Jahren der Therapie und Selbsterforschung schon viel über meine persönliche Traumatisierung und Programmierung gelernt hatte, landete ich immer wieder in denselben Verstrickungen: Ich begab mich in absurde, toxische Beziehungen mit narzisstischen Männern, die mich emotional missbrauchten, arbeitete in Jobs, die mich zeitgleich unter- und überforderten, und – über kurz oder lang – verlor ich mich immer wieder im Außen, bis mich all meine Kraft verlassen hatte.

In diesem Sommer wusste ich nicht, wie ich den Tag überstehen sollte.

Ich fühlte mich verloren und wertlos, ängstlich und entkräftet.

Meine Psyche war erkrankt und ich wusste nicht, was sie brauchte, um zu heilen.

Egal, wie viele Freunde ich hatte, wie viele Likes ich in den sozialen Medien bekam oder wie „beliebt“ oder erfolgreich ich war: All das konnte mein Herz nicht erreichen.

Die entscheidende Zündung

Im Herbst 2021, in den letzten Tagen meines Klinikaufenthalts, in einem Augenblick tiefer Verzweiflung, entflammte ein drängender Wunsch in mir:

„Ich will endlich einen Lehrer haben, dem ich all meine Fragen stellen kann“, rief ich innerlich aus, voller Entschlossenheit. „Einen Lehrer, der für mich da ist und mir weiterhelfen kann. Der mich und meinen Seelenweg wirklich sieht. Der sich für mich interessiert.“

Ja, ich sehnte mich nach Führung.

Nach all den Jahren, in denen mich das Ego, durch mich oder andere Menschen, an der Nase herumgeführt hatte, sehnte ich mich so sehr nach klarer, liebevoller und reiner Führung.
So sehr.

Dieser Augenblick des Dürstens, des kraftvollen Gebets, so wurde mir später klar, war ein entscheidender Schlüsselmoment auf meinem Weg zu Gott.

Kurz bevor ich die Klinik aus eigener Entscheidung verließ, kündigte ich meinen Vertrag im Yoga-Ashram, ohne zu wissen, wie es weitergehen würde. Die darauffolgenden Wochen, immer noch labil, verunsichert und innerlich zerrissen, verbrachte ich bei meiner Familie und verschiedenen Freunden, die große Mühe hatten, mit meinem damaligen Zustand umzugehen.

„Ich weiß einfach nicht, wie ich dir noch helfen soll“, gestand mir eine Freundin, bei der ich zu Besuch war, völlig aufgelöst. „Es macht mir Angst, zu sehen, wie schlecht es dir geht.“

Der Ruf des Herzens – Die Kehrtwende

Eines Abends, aus einem spontanen Impuls heraus, ich war gerade in Düsseldorf, wusste ich plötzlich, dass ich am nächsten Morgen Kontakt zu meiner alten Yoga-Lehrerin aufnehmen musste.

Sie wohnte zu der Zeit in einer spirituellen Gemeinschaft mit einer erleuchteten Lehrerin, Isabella Jelinek, und hatte mich einige Monate zuvor eingeladen, in die Gemeinschaft zu kommen. Diese Einladung hatte ich zum damaligen Zeitpunkt bestimmt und dankend abgelehnt.

Ich kannte Isabella bereits aus einem früheren Satsang mit ihr, den ich einige Jahre zuvor besucht hatte, doch seitdem hatte ich keine Anziehung mehr zu ihr verspürt – bis jetzt.

Diese neue Richtung, die sich von heute auf morgen in mir aufgetan hatte, ging wie ein Lichtstrahl durch mein Herz:

Ich wusste jetzt wieder, was dran war. Ich wusste es einfach.

Es dauerte nicht lange, da führte ich bereits ein Informationsgespräch mit der Organisatorin der Gemeinschaft, die sich meiner fürsorglich und zugewandt, annahm, und wir vereinbarten zeitnah eine Probezeit für mich. Daraufhin leiteten wir alles in die Wege für meinen Start und meinen Einzug ins Holistic Life Home, der nur wenige Wochen später erfolgte.

Wenn der Glaube Berge versetzt

In diesem ganzen Geschehen, obwohl ich von den vorherigen Monaten noch so geschwächt war, fühlte ich eine Entschlossenheit in mir, die mir die Kraft verlieh, alle notwendigen Schritte zu gehen. Eine Entschlossenheit, die nicht aus meinem Verstand kam, sondern meinem Herzen entsprang. Und sie brannte wie ein Lauffeuer in mir.

Ja, das war der Beginn.

Der Beginn meines Weges mit Gott.

Mit meinem Einzug ins Holistic Life Home folgten die herausforderndsten und intensivsten Jahre meines Lebens – zeitgleich die mit Abstand glücklichsten, erfülltesten und lebendigsten.

Auf dem Weg mit Isabella, die mich voller Liebe, Hingabe und Klarheit zurück in die Verbindung mit meinem Herzen führte, durfte ich lernen,
zu vergeben,
zu lieben,
mitfühlend mit mir und anderen zu sein,
dranzubleiben,
durchzuhalten,
zu vertrauen,
zu springen,
Verantwortung zu übernehmen,
für mich und andere zu sorgen,
und so vieles mehr –
vor allem:
mein Leben in Gottes Hände zu legen.

Mein Hilferuf an das Leben, mir einen Lehrer zu schicken, der wirklich für mich da war, der mich sah und sich für mich interessierte, wurde erhört.

In Isabella fand ich eine Lehrerin, die mir durch ihre bedingungslose Hingabe an Gott eine vollkommen neue Lebensform eröffnete,
die sich nicht am Außen orientiert,
die auch nicht auf die eigenen Wünsche ausgerichtet ist,
sondern auf das, was Gott für uns vorgesehen hat.

Diesen Weg für und mit Gott zu gehen,
der uns alles gibt, was unsere Seele braucht,
um sich zu entwickeln,
zu wachsen,
zu erblühen,
in wahrer Glückseligkeit zu leben,
ist die größte Herausforderung
und die höchste Gnade.

Mit 33 Jahren ist Jesus für uns alle am Kreuz gestorben, um uns das Tor zum ewigen Leben zu eröffnen.

Seine bedingungslose Liebe ist es, die mich nun führt und erfüllt, die meine Augen zum Leuchten bringt und meiner Seele Frieden schenkt.

Danke, Isabella, von ganzem Herzen, dass du mir dieses zweite Leben geschenkt hast.

In Liebe,
Carolin

Jetzt teilen: 

Facebook
Telegram
Email
WhatsApp
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner