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#039: Schon wieder Taschen packen…

Zurzeit fühlt sich mein Leben an wie ein ständiges Unterwegssein. Nicht im übertragenen Sinne, sondern ganz real. Gott ruft uns so oft auf, uns durch die Welt zu bewegen, dass ich manchmal denke: „Ich habe doch die Taschen gerade erst ausgepackt und jetzt geht es schon wieder los.“

Dabei geht es dann auch immer wieder darum, bei den Menschen, bei denen wir jeweils für einige Tage „unsere Zelte aufschlagen dürfen“, erst einmal anzukommen, auszupacken und wenn wir uns gerade etwas eingerichtet haben, schon wieder einzupacken und weiterzuziehen.

So spannend und interessant dieses Leben sein kann, bedeutet es doch auch, mich immer wieder auf andere Menschen einzustellen, mich mal mehr und mal weniger willkommen zu fühlen und nirgendwo so richtig anzukommen.

Da kommt bei mir in manchen Momenten Widerstand auf, ein Gefühl der Unruhe, des Abgelehntwerdens und der Wunsch, wieder einmal für längere Zeit „zu Hause“ zu sein.

Mich erinnert das sehr an die Jünger Jesu, die ebenfalls oft unterwegs waren, um Gottes Wort zu den Menschen zu bringen und das Wenige, das sie bei sich trugen, immer wieder ein- und auspackten. Die bei einigen Menschen willkommen waren bei anderen wiederum gar nicht. Immer wieder zwischen Ankommen und Aufbruch. Zwischen Sehnsucht und Momenten von Zuhause.

Doch wenn Jesus sagt: „Ich bin der Weg“ (Johannes 14,6), heißt das für uns auch:
Wir müssen nicht erst ankommen, um zu Hause zu sein.
Mit Ihm sind wir immer auf dem richtigen Weg, mitten im Ungewissen.

Und dieser Wunsch nach Ruhe, nach Zugehörigkeit, nach einem Zuhause, ist doch eigentlich nicht der Wunsch nach vier Wänden, die uns bereits vertraut sind.

Auch bei mir gibt es dann diese leisen Augenblicke, in denen ich spüre:
Zuhause ist kein Ort, den ich erreichen will, kein endgültiges Ziel.
Zuhause ist die Begegnung mit dem Moment, die Begegnung mit Gott.

Genau dafür möchte ich offen bleiben, mit allem, was dazugehört.
Und das braucht meine ganze Hingabe.

Hingabe an den Moment, an den Ort, an dem ich gerade bin.
Hingabe an die Menschen und Situationen, die mir begegnen.
Hingabe an Ankommen und Aufbruch.
Und auch an die Gefühle und Widerstände, die darin immer noch auftauchen.

Diese Hingabe entsteht bei mir immer wieder aus dem Vertrauen auf Jesu Worte:
„Ich bin bei Euch alle Tage, bis ans Ende der Welt.“ (Matthäus 28,20)

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