#003: Ein erneuter Weckruf des Herzens

Amin-Tha vernimmt den Ruf ihres Herzens

Das Gemeinschaftsleben in all seinen Facetten

In der Gemeinschaft mit Nahizji zu leben, war für mich nicht nur eine Phase voller Freude und Leichtigkeit, nein, es war auch eine Zeit der Herausforderungen. Einerseits tauchten in mir Vorstellungen und Erwartungen auf, wie Nahizji, eine erwachte Meisterin, mir gegenüber als Lehrerin und auch als Partnerin sein sollte.

Da waren Gedanken wie: ich möchte eine Partnerschaft auf Augenhöhe leben – sie hat mir gegenüber so etwas wie eine Fürsorgepflicht – sie ist erwacht, sie sieht und durchschaut mehr als ich… und andererseits war da das Leben, wie es sich im HLH tatsächlich abspielte. Hier waren eine Menge Aufgaben zu erledigen, denn das HLH war im Aufbau begriffen und der Alltag war auch für mich durchstrukturiert und durch TUNgekennzeichnet.

Die Arbeitsabläufe waren geregelt und mit den Tätigkeiten der anderen Gemeinschaftsmitglieder verbunden. Es lief Hand in Hand, aber wie man so schön sagt „stramm dran lang“. Ich genoss die Zeiten von höchster Ekstase und tief empfundener Liebe und Freude mit Nahizji und versank doch immer wieder in die Dramen meiner Themen und in die alten Muster. Die damit verbundenen Widerstände machten mich eng und ließen nur eine begrenzte, schmerzende Sichtweise zu.

Das Fass läuft über - das Ego triumphiert

An einem Tag, an dem ich vieles im HLH zu erledigen hatte, einige Abläufe nicht so liefen, wie ich es mir „vorgestellt“ hatte, und Nahizji mit erneuten Anforderungen auf mich zukam, katapultierte mich ein unbekannter, tiefsitzender Schmerz, der sich über mein Ego Ausdruck verschaffte, aus der Gemeinschaft.

Ich packte meine Sachen und von einem Moment zum nächsten, verließ ich Nahizji und die Gemeinschaft mit einem Gefühl von Wut in meinem Bauch und Enge und Traurigkeit in meiner Brust.

Fluchtmodus und meine Erkenntnisse

Mit dem Auszug wusste ich nicht, wo ich bleiben sollte, fand dann aber Unterschlupf bei einigen Freundinnen, die ich im Wechsel aufsuchte, bis eine Wohnung für mich frei wurde.

Mein Leben, mein Alltag war plötzlich komplett anders. Ich hatte Gelegenheit, das Leben meiner Freundinnen zu betrachten, verbunden mit den Fragen, die ich im Stillen an mich selbst richtete: „Willst du so leben? Ist es das, was du willst?“ Und immer wieder tauchte innerlich ein NEIN auf. Ganz gleich, bei welcher meiner Freundinnen ich Asyl fand, wurde mir klar: So wie sie will ich nicht leben. Als dann die Wohnung, auf die ich wartete, frei wurde und ich damit in meine eigenen vier Wände ziehen konnte, saß ich nun dort und hatte viel Zeit zum Meditieren und Reflektieren. Was sollte ich nun tun?

Einige Wochen verstrichen, ich richtete mich neu ein und dann rutschte ein Teil von mir wieder in mein altes Leben und in die alten Strukturen und Konditionierungen zurück, in das, was mir gewohnt war, aber es war unlebendig und trist.

 Es fehlte mir das bewusste Feld von Menschen, die auch an Wachstum und Ausdehnung interessiert waren und sich weiter entwickeln wollten. Während dieser Zeit ereigneten sich bei meinen Söhnen schwere Unfälle und ich wurde von einer dunklen, dichten Energie umgeben, die mich schwächte und Sorgen hervorbrachte. Gedanken über Gedanken, wie alles werden würde, kreisten in meinem Kopf.

Die Erinnerung;
"Deine Liebe ist der Schlüssel zu meinem Herzen"

Ein Brief, den Nahizji mir kurz nach meinem Auszug zukommen ließ, in dem sie mir mitteilte, dass ihr Herzraum für mich offen sei, gab mir die Ruhe, meine Prozesse durchleben zu dürfen, und die Zuversicht, dass wir uns wiedersehen würden. Ihre Worte ließen auch die Liebe, die ich noch zu ihr empfand, und meine Kundalini wieder aufflammen. 

Immer und immer wieder las ich ihren Brief und ertappte mich dabei, wie meine Gedanken zu Nahizji und der Gemeinschaft zurückkehrten. All die Erinnerungen, die mit Freude, Leichtigkeit und tief empfundener Liebeverbunden waren, spülten sich in mir hoch und erzeugten eine Sehnsucht in mir, zu ihr zurückzukehren.

Aber der Zeitpunkt war noch nicht reif. In der Zwischenzeit hatte ich mich nach einer Heiler-Ausbildung umgesehen, da ich für mich dachte: „Es muss weitergehen, ich möchte mich weiterentwickeln“. So meldete ich mich zu dieser Ausbildung an. 

Einige Tage vor Ausbildungsbeginn bekam ich per Fleurop einen Rosenstrauß zugestellt mit einer Karte, auf der stand: „Deine Liebe ist der Schlüssel zu meinem Herzen.“
Die Karte war nicht unterschrieben, aber ich wusste, sie war von Nahizji.

Zeit des Aufbruchs:
Dem Ruf des Herzens folgen

Ich war sehr berührt, Tränen liefen, eine innere Anspannung fiel plötzlich von mir ab, da war Freude und auch Aufregung… Einige Tage lang flirteten Nahizji und ich über unsere WhatsApp-Profilbilder. Als ich ein Foto von ihrem Rosenstrauß reinstellte – als Zeichen der Annahme, der Öffnung für sie und der Wertschätzung dieses Geschenkes – stellte sie ein Foto in ihr Profilbild, welches mich an unsere Liebe und gemeinsame Zeit im HLH erinnerte. Mein Herz tanzte innerlich vor Freude. Dieser Austausch ging über mehrere Tage.

Dann fuhr ich zum ersten Ausbildungsmodul meiner Heiler-Ausbildung und auf dem Weg dorthin kam in mir der starke Impuls auf, Nahizji zu schreiben. 
Wenige Minuten, bevor die Ausbildung losging, folgte ich diesem Impuls und schrieb ihr per WhatsApp: „Da bin ich!“ 

Ich war sehr aufgeregt, wie sie reagieren würde und durfte feststellen: mit diesen drei Worten war der Bann, die Trennung zwischen uns beiden, augenblicklich gebrochen. Nahizji antwortete sehr schnell und Worte über Worte flossen von mir zu ihr und von ihr zu mir, begleitet von Freude, Wohlwollen und Liebe. Sie war mir gegenüber offen und weich geblieben und eine starke Anziehung war zwischen uns fühlbar.
Der erste Tag der Ausbildung zeigte mir bereits: Hier ist nicht mein Platz. 

1.500 km für die Liebe

Doch wo war jetzt mein Platz?
Nahizji war mittlerweile in Südfrankreich. Sie hatte sich für einen mehrmonatigen Rückzug dorthin begeben, in die stille, heilende Natur von Rennes-le-Chateau, in der schon Maria Magdalena wirkte.
Nach vielen WhatsApp-Mitteilungen und -Telefonaten, die dann täglich zwischen uns stattfanden, sagte Nahizji schließlich zu mir: „Komm zurück zu mir, komm nach Rennes-le-Chateau!“

Viele Gedanken schossen durch meinen Kopf, wie das gehen könnte, und viele „Abers“ tauchten auf, gleichzeitig hüpfte mein Herz vor Freude und war bereit zum Aufbruch.
Mein ganzes Körpersystem war in freudiger Bereitschaft, es war ein Neu-Erwachen zum Leben, etwas in mir wurde wieder lebendig.

Und dann ging alles sehr sehr schnell. Innerhalb von 14 Tagen nach unserem ersten WhatsApp-Kontakt machte ich meine Wohnung winterfest, packte meine sieben Sachen, mein Herz breitete seine weiten Flügel aus für diese Reise und ich fuhr 1.500 km zu ihr nach Südfrankreich.

Noch nie in meinem Leben bin ich eine solche Strecke alleine gefahren. Da aber alles so rasant schnell ging und die Freude so hoch in mir schwang, hatten Angstgedanken nicht wirklich die Gelegenheit, aufzusteigen, und die Energie von Nahizji trug mich mit Leichtigkeit wie auf Händen zu ihr. Ich war von mir selbst überrascht, mit welcher Freude und auch mit welchem Vertrauen ich mich auf den Weg zu ihr machte. 

Die Rückkehr

Nach einer langen, reibungslosen Autofahrt, erreichte ich in der Mittagszeit mein Ziel: Rennes-le-Chateau, Centre Les Labadous. Mit offenem Herzen und offenen Armen wurde ich von Nahizji empfangen. Ich fühlte die Herzenswärme und Liebe, die uns verband und nun wieder zusammengebracht hatte.

Mit der Rückkehr zu der Frau, an deren Seite ich hier leben will, zeigt sich jetzt mehr und mehr die Vision, die ich bereits im Jahresprozess hatte, nämlich: zusammen mit ihr zu wirken.
Unsere gemeinsame Mission tritt mit meiner Ankunft wieder in Kraft. 

Ich fühle, wie die Heilenergie in mir stärker wird, die durch mich zu den Menschen getragen werden soll. Die Intensität unser beider Energien verströmt und integriert sich an dem Platz, an dem wir jetzt leben. Sie bildet ein Kraftfeld, in dem unsere Liebeswirklichkeit sichtbar und fühlbar wird. Die Menschen, die zu uns kommen und denen wir begegnen, spüren diese Offenheit, Weichheit, Lebendigkeit und Freude.

Mein Leben Jetzt:
Dem Herzen so nah

Der Fokus unseres Zusammenseins nach der acht-monatigen Pause liegt nun auf Bewusstwerdung an der Seite von Nahizji und der Gemeinschaft. Diese zeigt sich bei mir darin, dass ich nicht mehr so lange in den Themen und Widerständen stecken bleibe und meine Persönlichkeit schneller wieder in den Hintergrund tritt. In den Vordergrund schiebt sich die Bereitschaft für das bewusste Wahrnehmen und Fühlen dessen, was da in mir ist, damit es transformiert werden kann.

 

Das wiederum führt zu einer Zunahme an Energie in meinem Körpersystem, aber auch zu mehr Freude, Gesundheit und zum ekstatischen Erleben meiner Präsenz.

Ich bin erneut von Gott gerufen worden, den Platz einzunehmen, den er für mich bereitgestellt hat und ich freue mich auf diese Aufgabe.

Danke für diese göttliche Fügung und Chance.
Danke, Nahizji. 

Aktuelles Seminar von Nahizji und Amin-Tha:
– „Heilige Ekstase“, vom 28.02.-04.03.23 in Südfrankreich, weitere Infos & Anmeldung: hier

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